Donnerstag, 7. Oktober 2010

Alles, was so im Topf landet!

So, nun ist es schon mittlerweile mehr als ein Monat seit meiner Ankunft in Buenos Aires her und ich kann jetzt endich eine feste Beurteilung meines Lebens und Tätigkeit in dieser Stadt abgeben. Natürlich wird auch in diesem Bericht eine kliene witzige Geschichte aus meinem Alltag drinstehen.
Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase kann ich mich nun endgültig als wertvollen Mitarbeiter der Waldorfschule "Escuela San Miguel Arcangel" betrachten. Die Lehrer der Schule nehmen mich nun als den neuen Freiwillgen wahr und die Schüler begrüßen mich immer und sind immer nett und freundlich zu mir. Natürlich habe ich hier auch einen Bekanntenkreis gebildet, der vorwiegend aus den Schülern der Unterstufe und einigen Lehrern besteht. Mit denen rede ich immer über alles mögliche während der Pausen in der Schule. Mein Vorgesetzter Juan fragt nun auch immer meine Meinung bei verschieden Bauaufgaben und die Atmosphäre in unserer Werkstatt ist noch gelassener und entspannter geworden, wir reden über alles, machen Witze und gehen so gemeinsam durch den Arbeitsalltag.
Ansonsten gibt es nicht viele Neuigkeiten, am Montag ist mein neuer Arbeitskollege David gekommen, der auch mit "Weltwärts" seinen Freiwilligendienst hier ableistet, ich, als der erfahrenere Freiwillige weise ihn in die Feinheiten des Lebens und der Arbeit hier ein.
Jetzt ist auch endlich das Gefühl, dass ich ZUHAUSE bin, wieder aufgetaucht, (vielleicht deswegen,weil ich in meinem Zimmer Grundreinigung durchgeführt habe =) )
Übrigens, ich habe eine neue Leidenschaft für mich entdeckt- Kochen! Nach sämtlichen erfolgreichen Versuchen traue ich mich kompliziertere Dinge zu machen. Meine Spezialgerichte stammen Momentan aus der russischen Küche. Nun komme ich zu der witzigen Geschichte aus meinem Leben in diesem Bericht.
Natürlich kann ich noch nicht alles kochen und weiß nicht alles über die Küche. Also, als ich eines Tages mich für einen  deutschen Abend entschied (Pommes mit Cordon Bleu), ists passiert. Da wir keine Fritöse Zuhause haben, kippte ich etwas Öl in ein Topf rein und habe da die Pommes fritiert. Nach einigen sehr erfolgreichen Vorgängen wollte ich nun die letzte Ladung vorbereiten. Als ich die Pommes in das Topf reinlegen wollte, rief  mich meine Tante aus Deutschland am Telefon an, ich spazierte also ins benachbarte Schlafzimmer und plauderte mit ihr ganz entspannt über mein Leben in Argentinien. Nach einigen Minuten habe ich dann einen komischen Geruch nach verbranntem Öl im Zimmer gespürt... Als ich dann kurz wieder in die Küche reingegangen bin, bin ich einer ca. 1,5 Meter hohen Flamme aus dem Topf mit kochendem Öl begegnet. Für alle, die sich in diesem Moment denken, dass es nicht schlimm ist, sage ich nur- in Filmen sieht es nie schlimm aus, aber wenn man das einmal selbst erlebt, hat man eine andere Meinung dazu. Also, habe ich mit einer Herzfrequenz von ungefähr 180 das brennende Topf aus der Küche durchs Wohnzimmer ins Freie rausgetragen (unterwegs habe ich ein Paar mal gekleckert, in der nähe von Holzmöbeln und Klamotten, doch zum Glück hat nichts Feuer gefangen) und habe es dort mit Sand gelöscht.
Also, in diesem Sinne, achtet darauf, was in eurem Topf immer so landet.

Eine herzliche Grüße aus Buenos Aires

Euer Jaroslav