Hallo meine liebe und wenige Leser! Nach langer Funkstille melde ich mich wieder mit neuen aausbenteurlichen Geschichten, Erlebnissen und Vorfällen aus meinem Freiwillegen-Alltag. In diesem Bericht erwarten Euch Nachrichten aus meinem Arbeitsalltag, meinen Touristischen Erlebnissen und endich kann ich mit Stolz über einen neuen Bereich meines Lebens in Argentinien- dem Sportleben.
Ich fange am besten mit der Arbeit an, dann habe ich das meiste hinter mir. Also mittlerweile neigt sich der Argentinische Schuljahr seinem Ende zu und dass bedeutet für das Hausmeisterteam von dem Colegio San Miguel Arcangel keineswegs sommerliche Entspannung,sondern im Gegenteil, in wenigen Wochen fängt hier die Höllische Arbeitsphase an. Höllisch, nich nur weil es sauanstrengend wird, große Reparaturen in der Schule vorzunehmen, sondern auch noch deswegen, dass es bei Temperaturen ab 33°C gearbeitet wird. Doch wie ich bereits von meinem Vorgesetztem hörte, wird es dieses Jahr nicht so anstrengend, weil es weniger Dinge zu erledigen sind,als im letzten Sommer. Ich freue mich auf mehr Action,Schweiß, Blut und Tränen.
Um euch nicht mit meinen Arbeitserlebnissen zu langweilen, gehe ich an dieser Stelle zum Schönen rüber-zu meiner Freizeit. Die Momentan auch schon sehr gut gefüllt ist, sodass mir an Werktagen im schnitt 7 von gewünschten 13 Stunden für Schlaf bleiben. An den Wochenenden führe ich mein Stadterkundgsprogramm weiter und lerne immer wieder neue Ecken und Vierteln von dieser Millionenstadt kennen. Ein Tipp an alle reisenden, Buenos Aires wacht erst ab der Abenddämmerung für die Besucher auf.Leider fehlt mir eine Fotokamera um meine Erlebnisse hier zu dokumentieren. Ich werde mich aber finanziell bemühen um sich eine in der Nächsten Zeit zuzulegen.
Nun zum zweiten großen Gebiet der meine Friezeit prägt-dem Sport. Endlich habe ich einen Paddelverein gefunden, und wie das auch mit dem Hamburger Kanu Club war, gleich das beste in der ganzen Stadt.Dort wurde ich sehr herzlich vom Trainer Osvaldo Mazzoli (oder einfach Mazzo), Ariel, Niko und Pocho-meinen Trainigspartnern emfangen. Da ich vollkommend untrainiert in die Gruppe reinkam, war ich auf lange Phase vom Verlieren und immer hinterher fahren eigestellt. Doch, meine Kraft hat mich noch nicht verlassen, im Gegensatz zu der fiesen Ausdauer. Die Jungs sind wirklich cool und sehen mich mittlerweile als kumpel (el Ruso=der Russe) an. Ich bin zwar immernoch etwas hinter denen, aber für 200 meter reicht es, wie immer. Und es ist auch gut so, denn am Sonntag darf ich schon wieder die Zuschauer mit meiner Paddelleistung beeindrucken. Sonntag ist nämlich mein erster wirklich großer Tag in Argentinien- da starte ich nähmlich bei der argentinischen Meisterschaft in K1 und K4 auf 200 Meter Club de Regatas la Marina. Und schon heute, am Freitag bin ich aufgeregt und heiß darauf, es den Jungs hier zu zeigen was ich so drauf habe.
Und vielleich noch eine etwas düstere Beobachtung, die ich hier gemacht habe. Zwar kannte ich schon ein paar "touristisch ungeeignete" Orte in Buenos Aires, doch je mehr neue Aktivitäten ich hier entdecke, desto klarer wird mir die Situation von der Unterschicht der Argentinischen Bevölkerung. Da wir die letzten Tage an der Rennstrecke trainieren, die etwas weiter vom Klub weg ist, muss ich nun noch einen Schlenker von ca. 10min Busfahrt machen. Nach der zehnminütigen Busreise wird das Bild eines der neuesten, schönsten, modernsten und wohlhabendsten Stadteilen von Buenos Aires durch ein gewöhnliches Industrie- und Arbeiterstadtteil gewechselt. Dieser Wechsel fühlt sich wie ein Sprung in Kaltes wasser an, die sauberen Straßen mit schönen weißen Gebäuden und spazierenden Pärchen und Joggern verschwinden und an ihrer Stelle tauchen die grauen Straßen mit Müll an den Seiten und einem äußerst unangenehmen Geruch, Fabrikgebäuden, Straßen und Fabrikarbeitern die an diesen Straßenrändern und unter den Bäumen mit freien-volltätowirten Oberkörpern Bier trinken (was hier übrigens gesetzeswidrig ist). Nach drei Besuchen von diesem Ort habe ich immernoch keinen anderen Blonden, europäisch aussehenden Menschen außer mir dort getroffen. Ich denke deswegen werde ich dort immer mit den Blicken die "Hmmm, wie rauben wir diesen Typen am besten aus" und "Was hat er hier zu suchen" durchgehend begleitet. Macht sogar mir, dem bösen Russen Angst. Niko sagt, das ist eins der Schlimmsten Orte von Buenos Aires und ist vergleichbar mit den Villas (Argentinischen illgealen Stadtsiedlungen). Bisher ist mir aber zum glück dort nichts zugestoßen. Ich hoffe das bleibt auch so.
In diesem Sinne, passt auf euch gut auf und ein schönes Wochenende bei Minustemperaturen und Schnee.
Drückt mir die Daumen für Sonntag
33°C Grüße aus Buenos Aires
Euer Jaroslav
Du lässt es dir anscheinend sehr gut gehen drüben und unternimmst Sachen. Cool das es dir gut geht. Pass auf dich auf und wir sehen uns, wenn du wieder hier bist.
AntwortenLöschenMfG
Onur ;)
Hamburg frostige -6°c
Junge, ich sag nur mit Eiern!
AntwortenLöschenDu wirst es dort allen zeigen. :-)
Viel Erfolg!
Arne